Plage oder von universeller Bedeutung?

Ich habe mir vor kurzem ein Video das Bienensterben angeschaut. Es wurden dort die Probleme unserer westlichen Honigbiene geschildert. Chemische Gifte und die Monokultur führen dazu, dass sie geschwächt wird und sich gegen ihre natürlichen Feinde nicht mehr zu wehr setzen kann.

Natürlich ist das Bienensterben ein wichtiges und ernstzunehmendes Thema. Sie ist ein fleißiger Bestäuber. Durch ihre Härchen am Rücken nimmt sie viele Pollen von Blüten auf und verteilt sie sorgfältig. Eine Biene kann am Tag circa 10000 Blüten bestäuben. Wird das auf den ganzen Schwarm hochgerechnet, werden eine große Menge an Blüten bestäubt.

Eine beträchtliche Leistung. 🐨💚

Aber was ist mit den ganzen anderen Insekten als Bestäuber?

Viele von ihnen sind nachtaktiv und werden von uns nicht wahrgenommen.

Sind Hummeln, Wespen, Schmetterlinge wie der Kollibrifalter oder der Kohlweißling sowie Ameisen usw. weniger wert und können mit chemischen Mittel bekämpft werden?

Meine Antwort:

NATURlich nicht. Daher MUSS das eigentliche Insektensterben angesprochen und gelöst werden. Es darf sich nicht nur auf die Biene beschränken, um vom GANZEN Problem abzulenken.

1. Allgemeines Problem

Das Insektensterben wird in den letzten Jahren verharmlost. Hersteller von verschiedenen Insektiziden wie zum Beispiel Bayer und Monsanto leugnen die starken Auswirkungen ihrer Produkte. Auch in den Medien sind Artikel zu finden, die das Ausmaß abdämpfen. Es soll sogar versuche auf einer bekannten Enzyklopädie geben, in der das Sterben gemildert wird.

Allerdings leben nicht alle Menschen permanent in ihren Vierwänden und sin isoliert von der Natur. Es ist schon zu erkennen, dass es immer weniger Insekten und deren Artenvielfalt vorhanden sind. Als ich noch klein war, da musste nach einigen Stunden auf der Autobahn, die komplette Scheibe gereinigt werden.

Bild von Insekten auf der Autobahn.

Also für den scharfen Beobachter stellt sich die Frage:

Wo sind die ganzen Insekten geblieben?

 

Bevor ich meine Theorien preisgebe möchte ich einfach noch auf die Folgen des Insektensterben eingehen.

1.1 Folgen des Insektensterbens

Die Folgen sind sehr weitreichend. Um es kurz zu halten. Der Mensch und andere Tiere sind sehr stark betroffen.

Allein die Befruchtung verschiedener Blüten von Äpfeln, Pflaumen und Tomaten würde wegfallen. Dadurch haben schon andere Tiere und auch der Mensch mit der Nahrungsversorgung zu kämpfen. Die würde um einiges geschmälert werden. Vor allem das wertvolle und süße Obst. 😍

 

… Ich meine natürlich Bi Gu Fu Qi …

 

Die Kausalkette setzt sich fort. Die Vögel haben weniger Nahrung und können uns mit ihrem harmonischen und heilenden Gesang nicht mehr erfreuen. Insektenfressende Fische hätten ein Problem und ihre Population sinkt. Dadurch haben größere Fische weniger Nahrung und das zieht sich weiter fort. Auch für den süßen Igel würde es noch schlechter stehen als bisher. Letztendlich sind auch wir stark betroffen.

Wieso reagieren wir Menschen erst, wenn alles schon zu spät ist?

.

1.2 Fehlendes Bewusstsein in der Gesselschaft

Ein wesentlicher Grund ist das fehlende Bewusstsein in der Gesellschaft. Solange die Auswirkungen einen nicht selbst treffen, dann wird gerne alles auf die lange Bank geschoben. Das eigene Ego hat Vorrang.

Ich beobachte es selbst bei meiner Familie und Bekannten. Ein klassisches Beispiel sind Wespen. Diese werden als nutzlos und als „Arschloch“ der Insektenwelt bezeichnet. Schließlich stören sie das gemütliche Abendessen und sind etwas aggressiver als Hummeln oder der klassischen Honigbiene.

Jedoch sehe ich die Wespe als nützliches Tier an, welches für Gleichgewicht sorgt. Bei uns im Schuppen haben sich Wespen angesiedelt. Am Anfang war es ungewöhnlich und Angst ist auch ab und zu aufgekommen. Aber das hat sich nach der Zeit gelegt. Die Wespen haben die Kohlweißlinge und sonstigen Fliegen vom Grünkohl entfernt. Sie haben meine Kohlernte gerettet.

Wichtig zu wissen ist, dass die Wespen Allesfresser sind und auch keinen Halt machen vor Artgenossen. Das heißt das auch die Biene auf ihrer Nahrungsliste steht. Es gibt noch weitere Beispiele.

Der Marienkäfer ist ein hervorragendes Tier für Blattläuse.

Der Weichkäfer ernährt sich auch von Läusen, Spinnenmilben und kleinen Insekten.

1.3 Chemische Mittel

Wenn das Gleichgewicht aus dem Ruder gekommen ist, dann greifen viele auf die „einfache“ Methode und bekämpfen nur das Symptom. Bevor die Ernte komplett vernichtet wird, dann wird für etwas Geld ein synthetisches Mittel gekauft. Das vernichtet dann einfach alles und das Problem scheint wie aufgelöst.

 

Aus den Augen aus dem Sinn.

 

Dieses Verhalten hat schwerwiegende Folgen, wie wir heute doch erkennen können. Zudem diese Gifte immer wieder angeschafft werden müssen und das Gift natürlich in der eigenen Nahrung landet. Das ist sicher nicht das Ziel, wenn man den Supermarkt den Rücken zu wendet.

 

Wir sollten uns überlegen und fragen:

 

Warum ist es zu diesem Ungleichgewicht gekommen und wie kann ich es natürlich wieder ausgleichen?

 

Lebensräume schaffen für eine Vielzahl von Lebewesen.

 

Totholzecken, Mischkultur, Bienenweiden, Insektenhotels, Steinhaufen in denen sich die Insekten ansiedeln können. Jetzt im Herbst Laub für den Igel usw.

 

Auch in den Wald kann man gehen und schauen wie die Natur es gelöst hat und diese Methode auf den eignen Garten anwenden.

1.4 Urbanisierung und Vorstellungen eines Gartens

2. Problemlösung

Nach der Kritik an anderen müssen wir SELBST aktiv werden. Was können wir machen, um dem Problem entgegenzuwirken?

Es ist wichtig für Aufklärung zu sorgen und die Menschen auf das Problem hinzuweisen. Je mehr Menschen darauf aufmerksam werden, desto mehr können aktiv an dem Problem arbeiten. Also aufgehst und werde aktiv.

  • Zeige den Menschen Videos über das Insektensterben,
  • Das Umweltinstitut in München biete Flyer für die Aufklärung an. (kostenlos)
  • Informiere dich und werde ein kleiner Experte
  • Verbreite diesen Blogartikel. (Diese Eigenwerbung tut mir leid 😅)

Von der Theorie kommen wir nun in die Praxis.

Wir sollten mehr Lebensräume für Insekten schaffen. Spezielle Insektenhotels können wir an unseren Balkon oder im Garten aufstellen. Bei einem größeren Haus oder unter dem Dachstuhl können wir uns auch dem Hobbyimkern widmen. Auch Totholzecken sind sinnvoll. Einfach ungehäckselte Äste auf einem Haufen stapeln. Am besten in einer Ecke. Mischkultur anwenden und verschiedene Pflanzen mit unterschiedlichen Blüten anbauen. Nicht alles muss ein Nutzgarten sein. Eine Bienenweide ist auch schön zu betrachten. Jeden Sommer erfreuen sich auch die Hummeln über die Lavendel, die wir im Vorgarten haben. Eine schöne Pracht. <3

Lasst die Gifte bei den Herstellern. Die schaden uns alle. Den Tieren, Menschen und schließlich der Natur. Fangen wir an autark zu werden. Setzen wir auf freie und nachhaltige Energie. Bauen unsere eigenen Lebensmittel an und Leben minimalistisch. Nur so können wir uns auf eine rosige Zukunft freuen.

Zum Abschluss beschreibt dieses Bild es genau auf den Punkt. Stichwort Ressourcenschonung.

Der Mann, der ohne Geld lebt
Vielen Dank für das Teilen 🙂

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