Meine aktuelle Ernährung

„Seit der Erfindung der Kochkost, isst der Mensch doppelt so viel wie es von der Natur vorgesehen ist“

~ Benjamin Franklin

 

Ein Obst- und Gemüse Portrait

 

Im Alter von jungen 20 Jahren, bin ich auf die Rohkost gestoßen und seit Beginn des Jahres 2017, praktiziere ich den Rohkostreinigungsweg. Zuvor habe ich mich konventionell ernährt und ich Natural Bodybuilding betrieben habe, habe ich mich in meinem Jugendalter auch sehr eiweißreich ernährt. Das bedeutet, ich habe sehr viel Eier, Magerquark und Putenfleisch zu mir genommen und immer darauf geachtet, dass ich genau Kalorien zu mir nehme. Daher habe ich auch alle zwei bis drei Stunden etwas gegessen und das auch tief in die Abendstunden. Nach einer gewissen Zeit, haben sich die Entzündungen und Gelenkbeschwerden gehäuft und ich habe nach und nach keinen Spaß mehr am Sport gehabt, aufgrund dieser Verletzungen. Das war der Anlass für meine Ernährungsumstellung.

Viele haben ein Interesse bzw. auch keine Vorstellung wie eine oder mein Rohkostreinigungsprozess ausschaut.

Momentan orientiere ich mich ein bisschen an das Protokoll von Nun Amen Ra. Dieser hat viele verschiedene Titel in seiner Gewichtsklasse im Dead Lifting. Dabei ernährt er sich vegan, antioxidantreich und hochwertig. Er ist ausschließlich nur eine Mahlzeit am Tag und fastet demzufolge 23 Stunden. Seine Mahlzeit schaut folgendermaßen aus, dass er ein Algengemisch zum Fastenbrechen zu sich nimmt. Anschließend verzehrt er Bohnen, Trockenfrüchte, Nüsse und Samen. Abschließend nimmt er eine Art Erdnussbuttergellee zu sich. Er achtet dabei, dass er keine Glykotoxine aufnimmt. Diese entstehen zum Beispiel durch die Denaturierung -unteranderem im Kochprozess-  von Eiweißen und Fetten.
Diese Mahlzeit ergänzt er mit grünen Säften und Tees. Dabei nimmt er nur ca. 1500 kcal zu sich.

Das ausführliche Interview auf Englisch findest du hier. 

Nach meinem Training, esse ich innerhalb einer Stunde meine Mahlzeit. Diese Mahlzeit beinhaltet eine Sprossenart wie Buchweizen oder Linsen, Gurken oder einen Salatkopf. Dabei halte ich die entsprechenden Verdauungszeiten ein. Das heißt die wasserhaltigen Nahrungsmittel konsumiere ich als erstes. Die Sprossen sind der Hauptbestandteil der Mahlzeit dar.

Zusätzlich nehme ich über den Tag verteilt frischgepresste Säfte zu mir. Ich entsafte regionales und saisonales Obst- und Gemüsesorten, wie zum Beispiel Mören, selbstgezogenes Grünkraut, Salat oder Kohlgewächse. Vor meiner Aufwärmphase und dem Krafttraining, trinke ich eine Tasse Algenwasser aus Spirulina und Chlorella, um meinen Körper bei der Entgiftung und der anschließenden körperlichen Tätigkeit zu unterstützen.

Der Grund, warum ich nur eine Mahlzeit zu mir nehme, sind folgende: 

🐨 Entgiftung und Entlastung

🐨 Disziplin

🐨 Körpereffizient

🐨 Steigerung der Wachstumshormone

 

Entgiftung und Entlastung

Die Verdauung des menschlichen Körpers benötigt eine Menge an Energie. Vor allem, wenn die falschen Nahrungsmittel konsumiert, die Kombinationen nicht eingehalten oder die Reihenfolge missachtet werden.

Da der Körper mit der Verdauung beschäftigt ist, wird die Entgiftung, Reinigung und die allgemeine Erholung der Organe unterbrochen. Ein ständiger Gang zum Kühlschrank oder Naschereien belasten die Organe und dadurch können diese überfordert werden. Diese nutzen sich quasi wie eine Maschine in Überproduktion stark ab und der Organismus wird geschwächt.

Disziplin

Zudem zeugt Fasten von Disziplin und Selbstkontrolle, die das Bewusstsein erweitert und den Geist fördert. Der Mensch nimmt Abstand vom seiner Nahrung, macht sich keine Gedanken, was er zu sich nehmen sollte und kann sich den wesentlichen Dingen widmen. Die Zeit kann für Meditationen, Entspannungsübungen, Tai Qi Übungen oder schöpferischen Tätigkeiten gewidmet werden. Diese Erholungs- und Entspannungszeit, kann auch als Selbstfindungsphase verwendet werden und sich dem Sinn des Lebens zu wenden.

Auch ist es für viele Menschen nicht vorstellbar, keine Nahrung zu sich zu führen. Daher kann es zu Rechtfertigungen, Meinungsverschiedenheiten und Debatten kommen, die sehr nervenaufreibend sein können, wenn man nicht Ruhig und Gelassen ist. Das ist eine gute Lektion der Selbstkontrolle und Entwicklung einer soliden Selbstbewusstsamkeit.

Körpereffizient

Aufgrund dieser Auszeit, kann der menschliche Körper auf seine eigenen Reserven zurückgreifen und seine Energie aus endogenen Quellen beziehen und nicht von außen durch die Nahrungszufuhr. Viele sind der Meinung, dass der Körper wie ein Verbrennungsmotor ist, der ohne Treibstoff keine Energie mehr produzieren kann. Allerdings ist der menschliche Körper mehr eine Batterie oder ein Akku, der Energie speichern kann und sich regelmäßig selbst aufladen kann. Daher hat der menschliche Körper mehre Bezugsquellen zur Energiegewinnung. Darunter zählen zum Beispiel frische Luft, Bewegung und Sonnenenergie jeglicher Form. Nur das Bewusstsein und eine gewisse Übergangsphase ist nötig.

Der Körper stellt auch nach einer Fastenperiode von ca. 48 Stunden, eigene Ketonkörper aus der Betaoxidation der Fettzellen her, um damit den Energiebedarf zu decken. Der Vorteil ist, dass die Ketonkörper mehr Energie freigeben, als für ihre Herstellung benötigt werden.

Neben der Ketose beginnt der Körper mit der Autophagozytse. Das ist ein Prozess, in dem die Zellen beginnen, eigene defekte Organellen und Stoffwechselprodukte aus den Mitochondrien – den Kraftwerken der Zellen – zu recyclen. Das fördert das Zellwachstum und induziert die Stammzellen dazu, neue Körperzellen herzustellen. Der Körper reproduziert sich selbst.

Steigerung der Wachstumshormone

Als Grundlage für die drastische Steigerung der Wachstumshormone dient das Hungerhormon Ghrelin, welches für eine verbesserte Nährstoffaufnahme zu ständig ist. Die Wachstumshormone die auch abhängig von Ghrelin sind, fördern die Knochendichte, den Muskelaufbau und das Gehrinwachstum.

Insulin ist ein anaboles Hormon, welches die Nährstoffe aus dem Blut in das Fett und Muskelgewebe zu transportieren. In unserer heutigen Gesellschaft ist durch die Ernährung aus isolierten Zucker und sehr fetthaltigen Lebensmittel sowie wenig Ballaststoffe, der Blutzuckerspiegel stark am schwanken. Dieser steigt drastisch an und fällt genauso schnell wieder ab. Diese Dysbalance führt dazu, dass die Menschen nach kurzer Zeit, wieder nach etwas Essbaren greifen und der Insulinspiegel wieder ansteigt. Oftmals wieder die ungünstigen Lebensmittel. Die Folge sind verschiedene Volkskrankheiten wie zum Beispiel Diabetes.

Das HGH-Wachstumshormon ist ein wesentliches Hormon für den Muskelaufbau und der Knochendichte. Dieses ist an der Produktion des Peptidhormon Osterocalcin beteiligt ist und dieses Hormon baut das Calcium in unsere Knochen ein. Das HGH wird überwiegend im Schlaf produziert und es erhöht den Testosteronspiegel.

Das IGF-1 –  Insulin abhängiger Wachstumsfaktor 1 – wird überwiegend in den Leberzellen produziert und sorgt dafür, dass die mehrere Zellen produziert werden. Auch hier steigt wieder der Testosteronspiegel und fördert daher den Muskelaufbau.

Das BDNF – Brain derived neurotrophic factor – schützt unsere Nervenzellen im Gehirn und lässt sie auch wachsen. Die Nervenzellen im Hippocampus und in der Großhirnrinde wachsen und dadurch verfügen wir über eine bessere Lernfähigkeit und können uns Inhalte besser merken.

So schaut meine momentane Ernährung aus, die sich auch nach meinem Befinden und meiner Reinigungsstufe anpassen werden. Wichtig dabei ist, dass jeder Mensch eine andere Vorgeschichte bezüglich Krankheiten, Medikamenteinnahmen und der Ernährungsgewohnheiten.

Aus diesem Grund ist es wichtig auf sein eigenes Wohlbefinden zu achten und selbst eigene Erfahrungen macht. Solche Beschreibungen sollen letztlich als Inspiration dienen und nicht 1 zu 1 kopiert werden. Auch das Gegenteil kann das Resultat sein.

Dazu habe ich auch ein Video gemacht, in dem ich auch mein Tagesablauf schildere. Hier geht es zum Video.

Vielen Dank für das Teilen 🙂

One Reply to “Meine aktuelle Ernährung”

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.