Brennnesseljauche – Do it yourself

Brennnesseljauche – Do it yourself

8. Juni 2018 4 Von Cranky Raw
Die Brennnessel

Die Brennnessel. Eine sehr bekannte Pflanze in unserer Region. Ich denke jeder von uns kennt sie. Allein vom Aussehen ist sie unverkennbar. Oder man ist als Kind in ein Brennnesselfeld gefallen und kennt den stechenden Schmerz nur zu gut.

Ja, was man nicht so alles durchmacht als kleiner Junge in einem Dorf. Das nenne ich Erlebnisse meiner Kindheit 💚🐨.

Die Brennnessel ist eine sehr vielseitige Pflanze und es ist erstaunlich, dass sie in Frankreich verboten ist. Allerdings möchte ich nicht auf den gesundheitlichen oder Ernährungsaspekt eingehen. Ich möchte vielmehr auf den wunderbaren Nutzen im Garten eingehen.  Genauer gesagt, auf die Herstellung von der Brennnesseljauche.

1. Allgemeines​

Die Brennnessel liebt stickstoffreiche Böden und nimmt diesen auch über das enorme Wurzelwerk auf. Das möchte ich mir zu Nutzen machen. Schließlich benötigen die Pflanzen in der Wachstumsphase Stickstoff. Da eignet sich eine Jauche aus Brennnesseln hervoragend. Diese sorgen für eine treibende Wirkung und sind sogar biologisch sowie nachhaltig. Außerdem wird die Pflanze gestärkt. Sie wird robuster und ein Ungleichgewicht an verschiedenen Lebewesen kann ausgeglichen werden. Zum Beispiel bei Ameisen oder Blattläusen.

Wieso chemische Dünger verwenden, wenn die Natur bereits optimal vorgesorgt hat? Das RAD müssen wir nicht neu erfinden. Wir müssen nur genau BEOBACHTEN und ausprobieren.

2. Herstellung​

Kommen wir nun zur Herstellung der Jauche. Dafür benötigen wir nicht viele Gegenstände. Ledeglich ein bisschen Geduld und eine gewisse Schmerztoleranz. 😃

Folgendes wird benötigt für die Herstellung:

 

1. Brennnesseln – Menge nach Bedarf
2. Ein Behälter, Eimer, Kübel etc. – am Besten aus Ton
3. Regenwasser

 

Natürlich müssen erst die Brennnessel gesammelt werden. Am besten an einem unbehandelten Ort, wie dem Wald. Dort sammelt ihr die Nennseln in ca. 30 cm länger in einen Kartoon oder Korb. Wichtig dabei ist, dass die Brennnesseln nicht gequetscht werden. Die Härchen mit der Kieselsäure sind ein entscheidender Faktor für die Wirkung.

Tragt Handschue, wenn ihr das Brennen der Härchen nicht gewöhnt seid. 😃

Im Anschluss schneidet ihr die Brennnesseln in kleine Stücke oder gebt diese in einen Mixer. Nun gebt ihr die geschnittenen Blätter in den Behälter eurer Wahl, füllt Wasser auf und rührt den ganzen Sud. Das ist wichtig, dass Sauerstoff beigemischt wird. Schließlich handelt sich es bei dem Vorgang um eine Verwesung.

Täglich soll gerührt werden, bis Bläschen aufsteigen. Die Jauch ist fertig, wenn sie anfängt zu Stinken. Das kann je nach Witterung vier bis mehrere Wochen dauern.

Urgesteinsmehl hilft gegen den Gestank, wenn ihr auf dem Balkoon diese ansetzt oder euer Nachbar mit dem Geruch nicht zurecht kommt. 😃

Fehlt nur noch das Abgießen durch ein Sieb in ein Behälter mit Bügelverschluss – So ein drei Liter Einmachglas verwende ich – neben der Sauerkrautherstellung. Die Reste können auf dem Kompopst.

3. Wirkung und Anwendung​

Die Brennnesseljauche dient als Stickstoffdünger. Wie in der Einleitung erwähnt, benötigen die Pflanzen unteranderem Stickstoff für ein gesundes Wachstum. Besonders Anzuchtpflänzchen profitieren von ihr. Auch kann die Jauche verwendent werden, um andere Tierchen im Zaum zuhalten, sodass die Früchte oder Blätter der Pflanze nicht beschätigt werden. Die Anwendung findet bei Ameisen und Blattläusen statt.

Nach 24 Stunden kann der Sud aus der Herstellung verwendet werden. Der wird auf die Blätter der Pflanze gegeben. Dieser wirkt nur gegen das UNGLEICHGEWICHT.

Die Brennnesseljauche wird mit einem Verhältnis von 1:10 mit dem Gießwasser vermischt. Bei älteren Pflanzen kann auch das Verhältnis größer ausfallen. Circa 1:40. Jedenfalls ist es wichitg nich zu übertreiben.  Die Jauche kann auch viel Schaden anrichten. Begossen wird der Boden und nicht die Pflanze direkt.

Die Jauche darf höchstes einmal in der Woche beimpft werden oder alle Zwei. Am besten zum absteigenden Mond, wenn die Pflanzensäfte in die Wurzel gehen. 😃

4. Hinweise

Die meisten Anwendungshinweise habe ich schon erwähnt, aber ich möchte noch einmal diese kurz zusammenfassen:

 

1. Mischverhältnis 1:10 – 1:40 (Ältere Pflanzen).

2. Maximal einmal in der Woche.

3. Die Pflanzen nicht quetschen beim Transport.

4. Täglich Sauerstoff einrühren.

5. Den Boden bewässern.

6. Spaß an der Arbeit. 😃

7. Wäscheklammer bei empfindlicher Nase. 😝

In diesem Sinne, hoffe ich, dass ich dich inspirieren konnte, deinen eigenen Dünger herzustellen. Es dauert nicht lange, ist kostenlos, nachhalig und einfach herzustellen.

Also, worauf wartest du noch? GEH raus an die frischen Luft und erfreue dich an der Natur sowie deiner Arbeit. Ist es nicht schöner selbst Hand anzulegen, anstatt sich abhängig zu machen und die nötigen Sachen jederzeit zu kaufen?

Ich an einem Komposthaufen

Auch ein Video von mir darf dazu nicht fehlen!! 😝

Viel Spaß und einen schönen Tag,

 

Dein Christian 💚🐨💚

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