Die Aussaat und Pflege von Jungpflanzen

Die Aussaat und Pflege von Jungpflanzen hat begonnen. In diesem neuen Jahr 2019 habe ich sehr viele enthusiastische Gärtner auf Facebook entdeckt. Viele versuchen bereits im Januar Gurken und Tomaten auf der Fensterbank vorzuziehen. Das finde ich sehr mutig, aber nichtverwerflich. Jeder soll seine eigenen Erfahrungen machen. Dazu gehören auch Misserfolge dazu. Aus ihnen können wir lernen:  der Weg eines werdenden Profis oder Meisters.

Da für mich bald die Anzucht für die Gartensaison 2019 langsam beginnt, möchte ich einige Anfängern informieren, um Sorgen und Beunruhigungen zu schmälern.

Ausaat in der Hand

1. Gründe für die Voranzucht

Der Hauptgrund für das Vorziehen ist, das Verlängern der Gartensaison und eine frühe Ernte. Das Klima in Deutschland veranlasst uns Gärtner dazu. Schließlich wollen wir nicht erst im August Tomaten ernten. Zudem härtet die Voranzucht die kleinen Jungpflanzen ab. Über den Tag, können die Jungpflanzen in die Sonne zum Beispiel auf der Terrasse oder unter Glas und in der Nacht wieder in sichere warme Heim.

2. Substrat

Das Substrat für die Anzucht ist auch ein wichtiger Faktor. Es beeinflusst eine erfolgreiche Anzucht von Jungpflanzen. Ein gesundes Wachstum, ohne viele Schwierigkeiten ermöglicht mein Vorgehen aus der Permakultur.

2.1 Kokoserde

Ich verwende für meine Voranzucht Kokoserde. Dabei handelt es sich um gemahlenen Kokosfasern und keine richtige Blumenerde. Was sind die Vorteile der Kokoserde?

Die Wurzel werden gut durchlüftet und die Gefahr der Schimmelbildung wird verringert. Des Weiteren speichert Kokoserde schnell und hervorragend Wasser.

Kokoserde

Außerdem hat Kokoserde kaum Nährstoffe, die Wurzelbildung der Jungpflanzen anregt.  Die Pflanze “denkt”, dass nicht genug Nährstoffe an der Oberfläche  vorhanden sind. Natürlich ist Kokoserde steril, wodurch  eventuelle Pilzkrankheiten.

2.2 Substrat selber herstellen

Viele erfahrene Gärtner und Menschen, die die Permakultur leben, mischen ihre Anzuchterde selbst zusammen. Einige verwenden auch Kokoserde, mischen Urgesteinsmehl und Pflanzenkohle oder Perlit dazu. Die letzteren sollen die Wasserspeicherfähigkeit gewährleisten. Auch Effektive Mikroorganismen werden dem Substrat hinzugefügt. Die Jungpflanzen sollen sich auch an Bakterien und Pilze gewöhnen, auch eine Art Anpassung und Abhärtung der Jungpflanzen. Oft ist zu lesen, dass die Anzuchterde steril sein soll. Wenn ein Gleichgewicht vorhanden ist, so sind keine Gefahren zu befürchten. Die Mikroorganismen sollen sogar zukünftige Erkrankungen vermeiden. Zum Beispiel die Krautfäule bei Tomaten oder der Mehltau bei Gurken.

Ein Video zur Herstellung von EM findest du hier. Es ist ein bisschen älter.

 

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Alternativ kannst du auch diesen Link benutzen, der dich direkt zum Video auf die Website des Videoanbieters bringt: https://youtu.be/DHG0rHC9Es8

Du kannst auch das Substrat direkt kaufen. Du findest es hier.

2.3 Torffreie Anzuchterde

Egal welches Substrat verwendet wird, für mich ist es wichtig, dass diese torffrei ist. Torf wird in Erde verwendet um die Wasserspeicherfähigkeit zu gewährleisten. Allerdings werden für den Rohstoff viele Moore trockengelegt. Regulatoren für unser Klima. Werden Moore trockengelegt,  werden große Mengen Kohlenstoff abgegeben. Zumal diese auch nicht mehr Kohlenstoff aus der Atmosphäre aufnehmen und binden.

Moorelandschaft

Außerdem können Moore gut starke Regengüsse aufnehmen und so Gebiete mit Überschwemmungsbedrohungen schützen können. Natürlich sind Moore ein wichtiger Ort der Biodiversität. Daher ist das beste, wenn die Erde aus eignen Ressourcen aus dem Garten hergestellt wird, wie bei einem autarken Selbstversorger.

3. Optimale Wachstumsbedingungen

Es ist wichtig zu wissen, welche Wachstumsbedingungen für die Jungpflanzen notwendig sind, damit ein gesundes Wachstum im Haus simuliert werden kann. Für erfolgreiche Keimung und Wachstum sind natürlich Wärme sowie ausreichend Licht, Wasser und Sauerstoff. Ein warmer Raum von circa 20 bis 25 °C ist optimal. Die Fensterbank bietet sich für viele, aufgrund der Lichtverhältnisse an. Jedoch kann sie kälter sein als in dem restlichen Wohnraum. Auch künstliches Licht kann verwendet werden. Pflanzenlampen mit blauen oder roten LEDs. Das Wachstum soll positiv  beeinflusst werden. Eine Ergänzung zu den mangelnden Sonnenstrahlen im Winter soll erreicht werden. 

3.1 Blaue LED-Lampen

Die Sonnenstrahlen zur Mittagszeit haben einen hohen Anteil des blauen Lichtspektrums. Die Erde steht vertikal zur Erde. Dieses Spektrum lässt die Pflanzen buschiger wachse und es entstehen gesundere und nährstoffreichere Jungpflanzen. 

Wachstumslampen

3.2 Rote LED-Lampen

Das rote Wellenspektrum ist besonders am Morgen, Abend und während der Wintertage zu finden. Die Sonne steht tief. Das rote Licht hingegen lässt die Pflanzen stark wachsen. Große Jungpflanzen entstehen. Schnelle Wachstumsraten werden hervorgerufen.

Rotes Plasma

4. Ungleichgewichte und Schwierigkeiten

Natürlich können viele Schwierigkeiten und Ungleichgewichte auftreten. Neben der Schimmelbildung durch eine zu hohe Feuchtigkeit. Trauermücken legen ihre Eier in die feuchte Erde ab. Die Maden fressen im Anschluss die Wurzeln der Jungpflanzen.

Auch das Spargelwachstum, oder Vergeilung genannt, kann eintreten. Die Jungpflanze wächst stark in die Höhe, da sie nicht genug Licht oder nur überwiegend Licht mit dem roten Wellenbereich absorbiert. Dem Licht wächst sie entgegen und erhält nicht genug, für ein kräftiges Wachstum. Folglich werden die Jungpflanzen groß aber schwach. Schnelles Wachstum, ohne kompakte Wurzelbildung oder Fundament. Parallelen zu unserem Wirtschaftssystem.

Vergeilung

Der vorhandene Platz sollte auch berücksichtigt werden. Anfangs bin ich auch sehr enthusiastisch gewesen und habe sehr viele Samen in die Erde gelegt. Die Größe kommenden Jungpflanzen sind nicht noch zuerkennen. Allerdings sprießen, nach einigen Wochen, die Jungpflanzen prachtvoll und schnell kann es passieren, dass ein Dschungel entstanden ist und die Pflänzchen sich gegenseitig im Weg stehen. Weniger ist manchmal mehr. Vor allem in dem gleichen Anzuchttopf. Sonst muss aussortiert werden.

5. Kulturpflanzen für die Aussaat

Kommen wir zu einige Kulturpflanzen und dem Zeitpunkt ihrer Aussaat. Die Hinweise sind auf dem Saatpäckchen gedruckt. Der Zeitraum ist auch abgedruckt. Jedoch sind viele Menschen verunsichert. Sie sehen die begeisternden Menschen im Internet, die sehr früh mit Voranzucht beginnen. Vorher möchte ich noch auf die verschiedenen Arten der Samen eingehen.

5.1 Keimarten

Ich unterscheide in diesem Beitrag zwischen drei Arten von Keimlingen. Kaltkeimer, Dunkelkeimer und Lichtkeimer. Kaltkeimer benötigen für die Keimung eine Kühlphase. Zum Beispiel habe ich bei einigen Salatsorten bemerkt, dass sie etwas kühlere Temperaturen benötigen, vor allem die kältebeständigeren Sorten. Dunkelkeimer benötigen Dunkelheit, um zu keimen. Daher sollte der Samen mit viel Erde bedeckt werden, in des Umfangs des Samens. Hingegen die Lichtkeimer nicht so viele Reserven zur Verfügung haben und daher nur auf die Erdoberfläche gelegt werden sollen. Hauchdünn kann eine Erdschicht aufgebracht werden.

Da es den Samen nicht anzusehen ist, welchen Keimarten sie haben, verlinke ich euch hier eine Liste von verschiedenen Pflanzen.

5.2 Zeitpunkt

Nur wenige Pflanzen müssen vorgezogen werden. Sehr viele Kulturpflanzen können auch per Direktsaat ausgesät werden. Es hängt auch davon ab, ob ein beheiztes Gewächshaus, Folientunnel oder sonstige Schutzvorrichtungen gegen die Kälte vorhanden sind.

Uhr

Paprikas, Chillies und Auberginen können schon im Januar bis Mitte Februar ausgesät werden. Diese Nachtschattengewächse benötigen eine lange Wachstumsphase und der Sommer mit den entsprechenden warmen Stunden, kann sehr schnell enden, sogar vor der richtigen Haupternte.

Blumenkohl, Physalis und die entsprechenden Salatsorten können auch in dem Zeitraum gesät werden. Allerdings sollte auch hier mit der entsprechenden Beleuchtung gearbeitet werden und selbstverständlich mit einem Gewächshaus oder Folientunnel.

Die heißbegehrten Tomaten können ab mitte März vorgezogen werden. Kürbisse, Zucchinis und Gurken können ab mitte April in die Töpfchen ausgesät werden. Allerdings wachsen die letzteren sehr schnell und können auch bei entsprechenden Wetterverhältnisse direkt ausgepflanzt werden. Ins Freiland sollten sie im Mai.

6. Aussaatkalender und Mondgärtnern

Natürlich gibt es sehr viele verschiedene Aussaatkalender auf dem Markt. Dort kann die optimale Zeitspanne der Kulturpflanzen und dessen Aussaat nachgeschaut werden. Da ich ein Mondgärtner bin, orientiere ich mich an diesen wunderbaren Himmelskörpern. Ich Gärtner nach dem siderischen Mondzyklus nach Maria Thun. Gute Erfahrungen habe ich damit gemacht und die gute Dame hat auch jahrelange praktische Erfahrungen gemacht. Sehr viele Experimente hat sie durchgeführt. Ihr Aussaatkalender zeigt einfach nur die Phase der optimalen Aussaat an, mit dem entsprechenden Tierkreissymbole. Der beste Zeitpunkt ist der absteigende Mond.

7. Anastasia-Bänder

Vielleicht werden einige von euch die Anastasia Bücher gelesen haben. Eine junge Dame, die abgeschottet in den sibirischen Wäldern gelebt hat, zusammen mit ihrem Vater und Großvater. In dieser Buchreihe wird, im ersten Band, das Gärtner beschrieben. Auch sie empfiehlt die Aussaat nach dem Mond. Zumal der Samen für circa 10 Minuten unter die Zunge gelegt werden soll. Über den Speichel sollen die zukünftigen Pflanzen, Informationen über den Krankheitszustand des Menschen erhalten. Im Anschluss begibt sich der Mensch zur Pflanzstelle. Barfuß werden die Samen in die Handflächen ausgebreitet und für ungefähr eine Minute angehaucht. Für die gleiche Zeit werden die Hände Richtung Himmel gestreckt. So erhalten die Samen die kosmischen Energien und Schwingungen des Universums. Während der Wachstumsphase sollte mit der Pflanze gesprochen und ihr auch gedankt werden. Die Liebe fördert das Wachstum und gibt ihr die optimale Schwingungsenergie, die jedem Lebewesen Energie einhaucht.

Als junger Entdecker habe ich auch ausprobiert und meine eigenen Erfahrungen gemacht. Bei den Möhren ist es sehr umständlich gewesen, aber es hat mir schon Spaß gemacht. Außerdem beschäftige ich mich auch mit Schwingungsenergien und Spiritualität durch mein Tai-Chi. Daher glaube ich daran.

8. Abschluss

Abschließend möchte ich betonen, dass ich meine Erfahrungen geschildert habe. Viele haben auch schon andere Erfahrungen gemacht. Erfolgreich Tomaten vorgezogen im Januar. Es geht schlichtweg, um das Ausprobieren und daraus lernen, von den Erfolgen und den Misserfolgen. Natürlich ist es ratsam, den Gärtner von nebenan nach seinem Wissen zu fragen. Dieser hat schon viele verschiedene Wettersituationen durchlebt. Das Wetter ist jedes Jahr anders. Der späte Frost im Jahr 2017 hat in dem Jahr die Obsternte ruiniert. Während das letzte Jahr ein Paradies an Früchten gewesen ist.

8.1 Geduld

Das Wichtigste für mich ist, einfach Spaß im Garten zu haben. Lieber auf Nummer sicher gehen und etwas später vorziehen. Es ist kein Wettbewerb, den es zu gewinnen gilt. Ohne Stress den richtigen Zeitpunkt abwarten und kleine Erfolge abzeichnen. Auch wenn die erste Ernte vier Wochen später ist. Später Frühjahrsfrost kann auch die Ernte verderben.

8.2 Sprossenzucht

In diesem Sinne, viel Spaß bei der Pflege der kleinen grünen Wunder. Für mich immer wieder ein Erlebnis. 

Schöne Herze

Gerne kannst du meine Arbeit und das Projekt unterstützen. Ich würde mich sehr freuen.

Vielen Dank für das Teilen 🙂

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