Der Hühnerdarm oder Vogelmiere

Bild der Vogelmiere

Die Vogelmiere, ein Wildkräuterchen, welches mir zur Beginn meines Reinigungsprozesses sehr unterstützt hat. Allerdings hat sie neben den gesundheiltichen Aspekte auch weitere Vorzüge in der Landwirtschaft und Gärtnerschaft. 

In diesem Artikel möchte ich dir die Vogelmiere ein bisschen näherbringen.

Allgemeine Hintergrundinformationen

Der botanische Name der Vogelmiere lautet: Stellaria media. Sie gehört zur Gattung der Nelkengewächse. Sie ist überwiegen in der nördlichen Hemispähre anzutreffen. Das bedeutet in Nordeuropa und in teilen von Asien.

Sie wird auch Hühnerdarm oder Vogelkraut genannt, weil unsere geflügelten Freunde, die Vogelmiere und ihre Samen gerne verzehren.

Außerdem ist die Vogelmiere ein einjähriges Kraut und wächst für gewöhnlich zwischen März und Dezember. Natürlich hängt das auch von den Witterungsverhältnissen ab. Dieser Winter 2018 war ziemlich mild, sodass ich auch die Vogelmiere im Januar und auch Februar angetroffen habe.

Inhaltsstoffe und gesundheitliche Aspekte

Die Vogelmiere hat im Vergleich zum herkömmlichen Kopfsalat folgende Vorzüge:

🐨 Eisen (7 mal höher)
🐨 Vitmanin C (2 bis 8 mal höher)
🐨 Beta Carotin – Provitamin A – (2 bis 8 mal höher)
🐨 Magnesium (3 mal höher)
🐨 Kallium (3 mal höher)


Zusätzlich weißt die Vogelmiere die Omega 6 Fettsäure, die Gamma Linolsäure auf und je nach Bodenqualität auch Selen. Die Vogelmiere hat folgende sekündäre Pflanzenstoffe:


Saponien

 

 

Das sind schleimlösende Inhaltsstofe leiten sich vom lateinischen “sapo”, welches für Seife steht. In Wasser aufgelöst bildet sich eine safenartige Schicht. Sie können den Magen beruhigen, allerdings ist hier auch das MAß einzuhalten. Gelangen Saponien in den Blutkreislauf, so lösen sie die roten Blutkörperchen auf. Also wirken sie Blutverdünnend. 

 

Gerbstoffe

 

Die Gerbstoffe wirken antibakteriell, astrigierend, das heißt sie ziehen sich in die Haut ein und sie haben eine entzündungshemmende Wirkung.

 

Flavonoide

 

 

Das sind polyphenole, die sich in den Randschichten von verschiedenen Früchten und Gemüse befinden. Zu ihnen gehören zum Beispiel die Anthocyane und dienen als natürlicher UV-Schutz der Sonne.  Sie sorgen für die röttliche, blaue, violette oder auch schwarze Färbung von zum Beispiel:

 

🐨 Brombeeren
🐨 Himbeeren
🐨 Heidelbeeren
🐨 Rote Beete
🐨 Blaukraut

 

In der Pflanzenlehre von Sebastian Kneipp, wurde die Vogelmiere für verschieden Leiden verwendet. Zum Beispiel bei Hautproblemen oder Hämorriden. Im Mittelalter wurde sie auch gegen Fieber eingesetzt.

Landwirtschaftliche Vorzüge

Die Vogelmiere gedeiht auf nährstoffreichen, stickstoffhaltigen und humösen Böden. Sie dient als Indikator eines qualitativ hochwertigen Bodens. Aufgrund ihres flachen Wuchses, bedenckt sie wunderbar den Boden und stört andere Tiefwurzler nicht. Daher eignet sie sich hervorangend für die Permakukltur. Zum Beispiel bei Tomaten kann sie gestetzt werden.

Zusätzlich dient sie als natürliche Bedeckung und verhindert die Erosion des Boden und schützt die Erde vor der intensiven Sonneneinstrahlung sowie Trockenheit. Dadurch muss der Boden weniger bewässert werden. Der Wasserverbrauch sinkt und die Zeit kann für andere Tätigkeiten verwendet werden.

Erkennungsmerkmale

Die Stängel können ca. 40 cm lang werden. Die Blätter sind eiförmig und am Stengel stehen sich die Blattpaare gegenüber. Die Blätter sind ungefähr 5 – 20 cm lang. Die Blüte der Vogelmiere besteht aus fünf weißen Kornblätter, die zweigeteilt sind, sodass es den Anschein hat, dass sie 10 Blütenblätter hat.

Pflanzenteile der Vogelmiere
Quelle unter Punkt 1.

Achtung !!


Es besteht eine Verwechslungsgefahr mit dem Acker Gauheit. Dieser hat allerdings orange Blüten und der Blattform.

Die Anagalis-arvensis mit organen Blüten
Quelle unter Punkt 2

Zusätzlich habe ich auch ein kleines Video zur Vogelmiere gedreht:

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